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Vier gewinnt: Einkaufsgemeinschaften schaffen gemeinsamen Stammdatenpool

Einkaufsgemeinschaft im Gesundheitssektor
Vier gewinnt: Einkaufsgemeinschaften schaffen gemeinsamen Stammdatenpool

Vier gewinnt: Einkaufsgemeinschaften schaffen gemeinsamen Stammdatenpool
Ein gemeinsamer Stammdatenpool schafft für alle Beteiligten – Gesundheitseinrichtung, Einkauf, Einkaufskooperation, E-Procurement-Dienstleister und Industrie – eine effiziente und solide Grundlage. Bild: Katsiaryna Lenets/123rf

Vier Einkaufsgemeinschaften aus dem Gesundheitssektor entwickeln einen Pool für elektronische Artikelstammdaten. Es ist die erste Branchenlösung dieser Art. Das Healthcare Content Data Portal (HCDP) ermöglicht allen angeschlossenen Gesundheitseinrichtungen und ihren Geschäftspartnern effizientere Prozesse in Einkauf und Logistik.

Die GDEKK eG, P.E.G. eG, Prospitalia GmbH und Sana Klinik Einkauf GmbH arbeiten an einer gemeinsamen Branchenlösung für Artikelstammdaten. Am 31. Januar 2018 haben diese vier deutschen Einkaufsgemeinschaften entsprechende Verträge unterzeichnet. Bereits im Sommer 2018 soll das Projekt eine Pilotphase starten. Mit der Ausführung wurde die Bayard Consulting Group beauftragt.

Einheitlich hohe Datenqualität für E-Procurement

Ziel des Projekts ist ein Datenpool, der einheitliche Klassifikationen wie z. B. eCl@ss und ATC nutzt und Standards der GS1, HIBC und weitere für die Identifikation und Datenübertragung konsequent abbildet. Bei der Konzeption neuer Validierungsregeln für Stammdaten fließt auch die Expertise aus den Einkaufsgemeinschaften sowie dem Forum eStandards des BVMed ein.

Die Hersteller und Lieferanten des Gesundheitssektors erhalten einen kostenneutralen Zugang über ein neu geschaffenes Portal. Sie können dort die Stammdaten ihrer Artikel per Upload in definierten Formaten bereitstellen und pflegen.

Die Einkaufsgemeinschaften haben Zugriff auf alle hinterlegten Stammdaten. Die Anreicherung dieser Artikeldaten mit eigenen Konditionen und ggf. weiteren spezifischen Informationen nimmt jede der beteiligten Einkaufsgemeinschaften separat vor. Dafür nutzt sie jeweils ihr vorhandenes Produktinformationssystem.

Der Vorteil der neuen Lösung: Zukünftig können die den Einkaufsgemeinschaften angeschlossenen Einrichtungen einem einheitlichen Pool an Stammdaten vertrauen. Im Hinblick auf die Aktualität, Qualität und standardisierte Validierung der bereitstehenden Daten ist das ein wichtiger Meilenstein. Der neue Datenpool bildet zugleich die Grundlage sicherer elektronischer Prozesse (E-Procurement) in Einkauf und Logistik bei Gesundheitseinrichtungen.

Das Projekt sieht eine Pilotphase inklusive umfangreicher Tests mit der Industrie bis Ende Juni 2018 vor. Anschließend beginnt die Integration der Lieferanten und ihrer Artikeldaten. Die Inhaber des Projektes und allen daraus resultierenden Stammdaten sind die beteiligten Einkaufsgemeinschaften, die auch die Kosten des Vorhabens tragen.

Kooperation der Kooperationen

„Das Prinzip der Kooperation zum Nutzen aller Beteiligten haben die Einkaufsgemeinschaften seit ihrer Gründung verinnerlicht. Dass wir jetzt bei einem so wichtigen Thema wie der Digitalisierung des Einkaufs an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, ist die logische Konsequenz. Der gemeinsame Stammdatenpool schafft für alle Beteiligten – Gesundheitseinrichtung, Einkauf, Einkaufskooperation, E-Procurement-Dienstleister und Industrie – eine effiziente und solide Grundlage“, meinen die vier Initiatoren der gemeinsamen Branchenlösung. (sas)

Quelle: P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG, www.peg-einfachbesser.de

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